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Kunst und Kultur

Mit der Eroberung Persiens durch die arabisch-muslimischen Heere wurde ein Großteil an Kulturgütern zerstört. Wertvolle Bilder, Bücher und Kunstwerke wurden vernichtet, die Architektur der Städte verfiel.

Kunst und Kultur

Schon bald jedoch entstand in Iran erneute künstlerische Tätigkeit, in anderen islamischen Staaten geschah Gleiches. Daher auch der Name für diese Kunstrichtung: islamische Kunst. Diese Kunst basiert nicht nur auf den Glaubensrichtungen sondern auch auf den Kunstformen der unterworfenen Völker.

Eine wesentliche Einschränkung machte die neue Kunstform - das islamische Bilderverbot. Demnach waren schiitische Rechtsgelehrte im 8. Jahrhundert der Ansicht, dass die Abbildung von Tieren und Menschen blasphemisch sei, nur Gott dürfe Lebewesen erschaffen. Obwohl der Koran bildliche Darstellungen nicht ausdrücklich verbietet, prägte diese Bestimmung über Jahrhunderte die Kunst des Iran.

So machten die Künstler aus der Not eine Tugend. Sie erfanden die abstrakte Kunst aus Ornamenten, die sich schon bald zu einem Markenzeichen islamischer Kunst entwickelte. Die Wiederholung von Elementen und Motiven vermittelte den Eindruck nie endender Kontinuität.

Das Verbot von Tier- und Menschdarstellungen wurde jedoch nicht immer strikt befolgt. Ende des 13. Jahrhunderts entstand die religiöse Ikonografie, diese stellt Themen aus dem Leben des Propheten dar.

Heute wird die Aussage der Propheten bezüglich des Bilderverbots im Frühislam von vielen Geistlichen relativiert. In den letzten Jahrhunderten wurden schiitische Kultstätten reich mit Wandmalereien verziert, Bilder und Poster der Imame und vieler anderer Heldengestalten sind im heutigen Iran weit verbreitet.

Ein Tabu besteht nach wie vor - die Darstellung Gottes. Auch die Gestaltung sakraler Gebäude und Gegenstände wird eher zurückhaltend behandelt, Moscheen sind bis heute bilderlos, bei der Ausschmückung des Koran wird auf bildhafte Malereien vollständig verzichtet.

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